Cada quien hace de su culo un florero
Cada quien hace de su culo un florero ist inspiriert von einem Detail aus dem Triptychon Der Garten der Lüste von Hieronymus Bosch, in dem eine Blume aus dem Anus einer menschlichen Figur sprießt. Anstatt Bosch einfach nur zu huldigen, eignet sich die Arbeit sein Bildvokabular neu an und deutet sie neu aus einer latinX, nicht-binären und radikal performativen Perspektive. Der Körper, einst ein passives Objekt des heteronormativen kolonialen Blicks, wird zu einem Körper-Altar, der sein eigenes Begehren zelebriert.
Die Performance entfaltet sich als lebende Installation und als Happening, in dem sich das Visuelle, das Körperliche und das Symbolische in einem undefinierten Raum miteinander verweben. Zwei nackte, nicht-binäre Körper halten einander in einer barocken Geste. Durch die Verbindung ihrer Ärsche werden sie zu einer lebenden Vase, in der sich das Schöne mit dem Grotesken, das Obszöne mit dem Erhabenen, das Intime mit dem Öffentlichen vermischt. Die Arbeit greift Ästhetiken des Barock, des Stilllebens und der Romantik auf, um ein „lebendes Gemälde“ zu erschaffen, in dem der Anus, der von der kolonialen christlichen Moral lange Zeit als Ort der Scham stigmatisiert wurde, als Ort der Geburt, des Erblühens und der Opfergabe neu imaginiert wird.<

Original- und internationaler Titel: CADA QUIEN HACE DE SU CULO UN FLORERO
Konzept und Performance von: Caribe Montiel & Simon(e) Jaikiriuma Paetau
Jahr: 2025
Länge: 20 Minuten (flexibel, abhängig von der Interaktion mit dem Publikum)
Sprache: Keine Dialoge
Genre: Live-Performance & Happening
Auswahl von Festivals, Ausstellungen & Auszeichnungen
Antwerp Queer Arts Festival 2025
Alimentación Ming Zhu Art Festival Madrid 2025, Weltpremiere
Credits
Regie und Performance: CARIBE MONTIEL & SIMON(E) JAIKIRIUMA PAETAU | Dramaturgie: LAURA PAETAU | Musik: DJ PIOLINDA MARCELA | Fotos: VANESSA MARTINS | Vertrieb: LUCÍA GONZÁLEZ GARCÍA | Eine Produktion von: ATELIER LAPAETAU & CARIBE MONTIEL